Strom - die Energieform der Zukunft

 

 

Der Stromverbrauch in Österreich

Der Strom wurde und wird in Österreich mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energieträgern erzeugt (zw. 70-80%), in erster Linie mit Wasserkraft.

Die Grafik zeigt den Anstieg der Bruttostromerzeugung in Österreich - plus den notwendigen Stromimport
(gemeinsam 2019 ca. 76.600 GWh). Dieser Wert sinkt seit zwei Jahren leicht.

Aus dem Stromexportland Österreich ist seit 2001 ein Stromimportland geworden. 2019 waren es 3.129 GWh importierte elektr. Energie, oder 4,1% des Gesamtstrombedarfs. Obwohl der Stromimport 2019 stark gesunken ist, waren es die letzten Jahre bereits bis zu 13,4%.

Die Bruttostromerzeugung ist die Erzeugung der gesamten elektr. Energie ohne Berücksichtigung von Import/Export, Eigenverbrauch, Netzverluste und Pumpenergie für Staukraftwerke. Wäre dies berücksichtigt würde es "Energetischer Endverbrauch" heißen. Dieser energetische Endverbrauch lag 2019 bei etwa 66.400 GWh. Dargestellt ist jedoch die Bruttostromerzeugung.

 

Die Bruttostromerzeugung 2019

Der Strom wurde in Österreich 2019 mit einem Anteil von 77,5% erneuerbarer Energieträger nachhaltig und fossilarm erzeugt.

Zudem ist das Wasserkraftpotential lt. Bundesministerium erst zu 70% ausgebaut. Doch gerade in diesem Bereich ist in den letzten Jahren nicht viel passiert. Seit 2012 geht der produzierte Strom aus Wasserkraft zurück, damals waren es noch über 47 TWh. Der Anstieg der Wasserkraft 2019 von 41 auf 44TWh auflässt sich durch überdurchschnittlich viel Regen erklären.

Doch neue Technologien wie die Nanotechnologie, organische Solarzellen, und auch innovative Erfindungen wie die Strom-Boje werden in Zukunft bei der umweltfreundlichen Energiegewinnung eine Rolle spielen.

 

 

Prozent-Anteil erneuerbarer Stromerzeugung

Um den Anteil der erneuerbaren Bruttostromerzeugung auch über die Jahre anschaulich darzustellen, habe ich die rechts stehende Grafik seit 2019 auf dieser Seite hinzugefügt. Hier sollte man den Weg zu den von den letzten beiden Regierungen versprochenen 100% erneuerbare Stromerzeugung gut verfolgen können.

Es ist sehr gut zu erkennen, dass die einzige wesentliche erneuerbare Stromquelle, welche in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist, die Windkraft ist.
Der Wasserkraftanteil ist sowie die Biogenen Brennstoffe sind in den letzten 17 Jahren quasi gleich geblieben. Der Anteil der Photovoltaik ist zwar auch leicht angestiegen, jedoch trägt dieser Strom mit einem Anteil von etwa 1,2% erst schwach sichtbar zur Stromerzeugung in Österreich bei.

 

Das Ziel der Stromversorgung bis 2030

(Berechnungen von 2017)

Auch die neue Österreichische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt die Stromerzeugung bis 2030 komplett auf alternative Energien umzustellen. Jetzt könnte man meinen bei derzeit schon etwa 77% klingt das nicht so ambitioniert!?

Nun, zu einen ambitioniertem Gesamt-Klimaziel gehört natürlich mehr, doch aus mehreren Gründen wird es wohl trotzdem viel Anstrengungen bedürfen diesen Ziel zu schaffen.

Die Zusammenstellung des zusätzlichen nicht-fossilen Strombedarfs sieht man rechts in der Grafik. Die benötigten Gigawattstunden (GWh) für die Elektroautos und für die Wärempumpen habe ich diversen Prognosen (IHS) und den Verkaufszahlen der Wärmepumpen (BmVIT) entnommen.

Den daraus folgenden Berechnungen wird zur Erreichung des Zieles im Jahre 2030 insgesamt fast 27.000 GWh zusätzlicher Strom aus alternativen Energiequellen benötigt werden. Die umweltfreundliche Bruttostromerzeugung muss sich demnach von 53.000 GWh (nur altern. Energieträger 2016) auf ca. 80.000 GWh (100% Erneuerbare) erhöhen.

Das bedeutet wir benötigen pro Jahr etwa 1.700 GWh neue umweltfreundliche Stromerzeugung in Österreich. Das wären zB. ca. 250 moderne Windkraftanlagen pro Jahr!

 

Update 2020: Anfang 2020 hat die türkis-grüne Bundesregierung die 100% Stromerzeugung aus Erneuerbaren bis 2030 mit dem Zubau von 27 Terawattstunden (TWh) folgendermaßen geplant:
- 11TWh bei Photovoltaik, 2019 war es 1 TWh. Ausbau also auf Gesamt 12 TWh
- 10 TWh bei Wind, 2019 waren es ca. 7 TWh. Ausbau auf ca. 17 TWh
- 5 TWh bei Wasserkraft, 2019 waren es ca. 44 TWh. Ausbau auf ca. 49 TWh
- 1 TWh bei Biomasse, hier waren es 2019 etwa 4,5 TWh. Der Endausbau beträgt also ca. 5,5 TWh.

 

 

 

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