
Die Anteile der Energieträger
Der aktuelle Stand über die einzelnen Anteile der Energieträger des Bruttoinlandsverbrauchs ist in dem Tortendiagramm ersichtlich.
Was sofort auffällt: noch immer sind die Wind- und Photovoltaikanteile ziemlich klein bei 4,7%.
Es ist aber auch klar, dass diese Art der Energieerzeugung nur ein Teil der alternativen Energieerzeugung der Zukunft sein kann. Dazu kommen noch die andere Nutzung der Sonnenenergie (Solarthermie), der weitere Ausbau der Wasserkraft, die Geothermie (Erdwärme) und die Bioenergie (Biomasse, Biogase, etc.).
Die Umstellung auf erneuerbare Energien wird aber auch einhergehen mit einer starken Reduzierung des gesamten Energiebedarfs. Es geht dabei um mehr Energieeffizienz durch bessere Technologien, und um Energievermeidung zB. durch bessere Gebäudedämmung oder weiterer Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Die Energieeffizienz wird sich vor allem bei der Umstellung des Verkehrs auf die e-Mobilität massiv erhöhen lassen. Das liegt daran, dass ein Verbrenner-Fahrzeug (Benzin oder Diesel) etwa die dreifache Energiemenge benötigt als ein vergleichbares reines Elektrofahrzeug (BEV). So benötigt ein Mittelklasse-PKW mit einem Verbrauch von 7 Liter/100km etwa 64kWh fossile Energie, wobei ein vergleichbares Elektroauto mit ca. 18kWh elektrische Energie auskommt.
Übrigens: auch bei der Schifffahrt und bei Flugzeugen tut sich hier bereits einiges. Die ersten elektrischen Schiffe und Sportflugzeuge sind bereits unterwegs. Und bei den LKWs, aber vor allem bei den Bussen, hat der Boom nun so richtig eingesetzt.
In Verkehrs-Segment wird sich also der Energieverbrauch mit der Elektrifizierung in den nächsten zwei Jahrzehnten stark verringern, und sich gleichzeitig der Prozent-Anteil der Erneuerbaren erhöhen.
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt: Da der Verkauf von Verbrennerfahrzeugen bis 2035 erlaubt ist, kann sich die viel beschworene Klimaneutralität in Österreich bis 2024 nicht ausgehen. Es ist mir völlig unverständlich wie das noch offen propagiert werden kann.